Sommergrippe bei Kindern behandeln

Erkältung bei Kindern behandeln Erkältung im Sommer – keine Seltenheit.

Kinder sind acht bis zehn Mal pro Jahr erkältet – auch im Sommer. Kein Wunder, denn das Immunsystem ist in der Trainingsphase und noch kein echter „Vollprofi“. Hinzu kommt, dass Kinder z. B. im Kindergarten oder in der Schule einer besonders hohen Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind. Fest steht: Wenn Husten, Schnupfen und Halsweh bei Kindern auftreten, ist eine schonende und effektive Behandlung gefragt! Erfahren Sie, worauf es jetzt besonders ankommt.

Kinder & Erkältung im Sommer:
Ruhe und Flüssigkeit sind jetzt wichtig

Wenn Krankheitserreger den kleinen Organismus schwächen, ist Ruhe das oberste Gebot! Das bedeutet nicht zwingend, dass Ihr Kind den ganzen Tag im Bett bleiben muss. Dennoch sollten Sie auf ausreichende Ruhezeiten achten. Bettruhe ist vor allem bei Fieber und starker Abgeschlagenheit angezeigt.

Ebenfalls eine goldene Regel, wenn Kinder erkältet sind: Viel trinken! Stellen Sie am besten immer eine Kanne mit Wasser oder ungesüßtem Tee in Griffnähe, so wird es einfacher, den Flüssigkeitsspeicher aufzufüllen. Warum das so wichtig ist? Flüssigkeit hilft dabei, festsitzendes Sekret zu verflüssigen und unterstützt so die Heilung. Gerade an heißen Sommertagen kann der Flüssigkeitsbedarf zusätzlich ansteigen.

Als klassisches Hausmittel empfehlen Ärzte auch Inhalationen mit Wasserdampf. Auf diese Weise werden die gereizten Schleimhäute befeuchtet und die Schleimlösung wird unterstützt. Allerdings sollte das Kind alt genug sein und die Eltern müssen die ganze Zeit dabei sein, während inhaliert wird. Denn schon eine kleine ungeschickte Bewegung kann dazu führen, dass das Inhalationsgefäß umkippt und es zu schlimmen Verbrühungen kommt.

Ein weiterer Tipp: Hängen Sie die frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen im Kinderzimmer auf – auch das hilft dabei, die Schleimhäute in den Atemwegen feucht zu halten.

Hausmittel bei Erkältung:
Sanfte Unterstützung für kleine Patienten

Gerade bei Kindern können ergänzend eingesetzte Erkältungs-Hausmittel wie z. B. Wickel oder Gurgeln als sanfte Zusatzbehandlung Linderung verschaffen. Auch ein Erkältungstee kann positive Effekte haben – und gut schmecken.

Wir haben bewährte Hausmittel bei Erkältung für Sie zusammengestellt – inklusive Anleitung zum Selbermachen.

Tipp: Wenn Kinder erkältet sind, kann das für die kleinen Patienten recht belastend sein. Vor allem kleinere Kinder können die Beschwerden oft noch nicht richtig deuten. Gerade dann sind Liebe und Zuwendung von besonderer Bedeutung. Zuhören, gemeinsam malen, ein Buch vorlesen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Erkältungsmittel für Kinder

Bestimmte Erkältungsmittel können auch bei Kindern angewendet werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker gezielt nach Präparaten, die speziell für die Altersgruppe Ihres Kindes geeignet sind.

  • Nasensprays auf Basis von Salzwasser unterstützen die Befeuchtung und Reinigung der Nasenschleimhäute und können über einen längeren Zeitraum angewendet werden.
  • Schnupfensprays mit dem Wirkstoff Xylometazolin wirken gegen die verstopfte Nase, indem sie zu einer Abschwellung der Nasenschleimhäute führen. Es sind verschiedene Dosierungen für Säuglinge und Kleinkinder, ältere Kinder und Erwachsene erhältlich. Wichtig: Abschwellende Nasensprays dürfen nur über einige Tage hinweg verwendet werden, da es ansonsten zu Gewöhnungseffekten kommen kann (Nasenspray-Abhängigkeit).
  • Lutschtabletten mit örtlich betäubenden Wirkstoffen (z. B. Benzocain, Lidocain) wirken lindernd bei Halsschmerzen und unangenehmen Halskratzen. Auch hier gibt es Präparate, die speziell für Kinder geeignet sind.
  • Hustenlöser können bei produktivem Husten angewendet werden, um den Schleim in den Atemwegen verflüssigen und so das Abhusten erleichtern. Neben klassischen pharmazeutischen Wirkstoffen sind auch pflanzliche Präparate erhältlich, die zur Anwendung bei Kindern geeignet sind.
  • Hustenstiller können bei quälendem Reizhusten vor allem nachts sinnvoll sein, um z. B. erholsamen Schlaf möglich zu machen.

Grundsätzlich gilt: Prüfen Sie immer, ob das jeweilige Präparat für die entsprechende Altersklasse zugelassen ist und beachten Sie die Hinweise zur Dosierung. Im Zweifel muss immer der Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden, bevor ein Medikament verabreicht wird.

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Sommergrippe oder Erkältung?

Bei der „Sommergrippe“ handelt es sich nicht um eine „echte“ Grippe (Influenza), sondern vielmehr um einen grippalen Infekt, also eine Erkältung. Während die echte Grippe durch ganz bestimmte Viren (Influenza-Viren) ausgelöst wird, kommen bei einer Erkältung über 200 Viren aus verschiedenen Virusfamilien als Krankheitserreger infrage. Dazu zählen u. a. auch die sogenannten Entero- oder Coxsackieviren, die im Sommer Hochsaison haben.

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