Sommergrippe:
Erreger & Übertragung

Sommergrippe: Erreger & Übertragung Häufig sind Enteroviren die Auslöser der Sommergrippe.

Eine Erkältung im Sommer („Sommergrippe“) wird typischerweise durch sogenannte Enteroviren ausgelöst. Dabei handelt es sich um eine spezielle Virusart, die an hohe Temperaturen besonders gut angepasst ist. Die Übertragung erfolgt mittels Tröpfcheninfektion oder auch über kontaminierte Oberflächen.

Enteroviren mögen's heiß

Während in der kalten Jahreszeit vor allem die Rhinoviren für Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen verantwortlich sind, wird die Erkältung im Sommer meist durch sogenannte Enteroviren wie Coxsackie-Viren oder ECHO-Viren ausgelöst. Der Grund: Es handelt sich um spezielle Viren, die an hohe Temperaturen im Sommer besonders gut angepasst und gleichzeitig sehr resistent sind. Wenn also das Thermometer nach oben klettert, haben Enteroviren Hochsaison.

Dies erklärt auch, warum die typische Sommergrippe nicht nur mit Symptomen wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit einhergeht, sondern häufig auch von Durchfall und Erbrechen begleitet wird. Denn Enteroviren befallen alle Schleimhäute des Körpers – auch die des Magen-Darm-Trakts.

Lesen Sie hier mehr über die Symptome bei Sommergrippe.

Der Übertragungsweg

Die Übertragung von Enteroviren erfolgt – wie bei anderen Erkältungsviren auch – vor allem über die sogenannte Tröpfcheninfektion.

Das heißt, die Viren werden beim Husten, Niesen und Sprechen vom Erkrankten an Gesunde weitergegeben. Vor allem wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, ist das Infektionsrisiko erhöht. Das gilt beim Freibad-Besuch ebenso wie beim Open-Air-Konzert.

Darüber hinaus kann die Infektion auch über kontaminierte Oberflächen erfolgen. Denn die Viren sind äußerst resistent und haften mitunter tagelang zum Beispiel auf Türklinken, der Fernbedienung oder auch dem Griff des Einkaufswagens!

Tipp: Gründliches Händewaschen mit Seife kann vor einer Erkältung schützen!

Begünstigende Faktoren

Bestimmte Faktoren machen es den Viren besonders leicht – dann ist die Sommer-Erkältung praktisch vorprogrammiert. Zu viel UV-Strahlung kann zum Beispiel unsere Abwehr schwächen. Dasselbe gilt für intensiven Sport bei hohen Temperaturen. Auch Klimaanlagen-Luft bereitet einer Erkältung häufig den Weg. Der Grund: Die Schleimhäute trocknen aus und können ihre wichtige Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern nicht mehr optimal erfüllen.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema: Erkältung im Sommer – Risikofaktoren im Überblick.

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Sommergrippe oder Erkältung?

Bei der „Sommergrippe“ handelt es sich nicht um eine „echte“ Grippe (Influenza), sondern vielmehr um einen grippalen Infekt, also eine Erkältung. Während die echte Grippe durch ganz bestimmte Viren (Influenza-Viren) ausgelöst wird, kommen bei einer Erkältung über 200 Viren aus verschiedenen Virusfamilien als Krankheitserreger infrage. Dazu zählen u. a. auch die sogenannten Entero- oder Coxsackieviren, die im Sommer Hochsaison haben.

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